Sonnendeck – Kunstmagazin – jeden Monat neu

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Bring back the Mammut
Einige gewohnt überzogene Gedanken zur Restaurierung als kulturelles Paradigma
von Jörg Scheller
Restauratoren haben es nicht leicht. An Hochschulen stellen sie sehr exotische und hochgradig spezialisierte Minderheiten dar, im Museum konkurrieren sie für gewöhnlich mit geltungsbedürftigen Kunsthistorikern, welche über eine doppelläufige Waffe im Kampf um Aufmerksamkeit verfügen: Wortgewalt und Inszenierungstalent.
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Restaurierung? Das kann man studieren?
Portrait eines ungewöhnlichen Studienfachs
von Christine Dörr und Lena Niehus
Während der Beruf des Restaurators eine lange Tradition hat, ist das Studienfach Restaurierung noch relativ jung. Einer der ersten Studiengänge der Restaurierung in Deutschland wurde 1977 in Stuttgart gegründet. Gab es damals mit „Restaurierung und Technologie der Malerei“ nur ein Kerngebiet, bietet die Kunstakademie am Stuttgarter Killesberg heute ein breit gefächertes Angebot verschiedener Spezialisierungen.
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Startknopf? Welcher Startknopf?
Fotografien verblassen, Magnetbänder zerfallen zu Staub, Webseiten verschwinden im digitalen Nirvana und keiner weiß mehr, wie die antike Videoinstallation funktioniert. Der im Oktober 2006 gestartete zweijährige Master-Studiengang „Konservierung Neuer Medien und Digitaler Informationen“ (KNMDI) an der Kunstakademie Stuttgart verspricht Abhilfe.
Mit dem Programmkoordinator Klaus Pollmeier sprach sonnendeck-Redakteur Michael Reuter.
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Wo die Vergangenheit kein Ende hat
Sie sind Künstler und arbeiten nach den Ideen der Schöpfung im Dienst der Wissenschaften. Ein Besuch bei den Präparatoren des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart.
von Hansjörg Fröhlich
Ein Gang durch das Museum Am Löwentor kann ohne weiteres die Lektüre eines Horror-Romans ersetzen. Steht man vor einem der großräumigen Dioramen und presst den Audio-Guide ans Ohr, zieht eine furchterregende Szenerie herauf: “Es ist heiß und drückend schwül. Die Luft ist erfüllt von Abermillionen Mücken, die aus den grenzenlosen Brackwassersümpfen aufsteigen. In den Tümpeln regt sich so einiges: Der Schrecken der Kupferzeller Sümpfe ist Mastodonsaurus, der größte Lurch aller Zeiten. Mit seinem 1,5 Meter langen Maul verschlingt er alles, was hinein passt. Am Ufer geht es auch nicht friedlicher zu. Denn im unübersichtlichen Dickicht aus mehreren Meter hohen Schachtelhalmen und Farnen herrscht Batrachotomus – ein schneller, wendiger Räuber mit messerscharfen Zähnen.“ Die dazugehörige Kulisse, eine Art dreidimensionale Trompe-l’œil-Malerei, zeigt Modelle der beschriebenen Bestien, lebensgroß, in ihrem damals tropischen Biotop in Kupferzell bei Schwäbisch Hall.
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SCHLAGZEILENINTELLIGENZ
– die Kunst, in wenigen Worten viele verdichtete Informationen mitzuteilen
von Elsa Laura Horstkötter
So lautet die offizielle Erklärung des Wortes „Schlagzeilenintelligenz“, das aus dem sogenannten „Kiezdeutsch“ kommt. Sprachforscher haben herausgefunden, dass eine kultivierte Verständigung à la „Kiezdeutsch“ vor allem zwischen Jugendlichen mit Migrationshintergrund, zunehmend aber auch unter deutschen Jugendlichen, und gehäuft in Berlin vorkommt. Ein Sprachverfall? Die Sprachwissenschaftlerin Heike Wiese äußerte sich in einem Interview mit der WELT-online im Mai dieses Jahres dazu wenig pessimistisch: „Kiezdeutsch“ wird für Jugendliche nur zum Problem, wenn sie kein Hochdeutsch sprechen können.“
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