Sonnendeck
–jeden Monat neu

POOL
Es war einmal in den Lowlands
Zur Geschichte der Grabenkämpfe zwischen High Art und Low Art
und warum sie nurmehr historisch wirken.
von Jörg Scheller
Wer heute noch emphatisch an der Überwindung der Trennung von „high art“ und „low art“ arbeitet, wird in den meisten Fällen ein müdes Lächeln ernten. Zwar macht sich der Verweis auf kulturelles Grenzgängertum immer gut in der Bewerbung um das nächste Stipendium oder den nächsten Kunstpreis. Der mittelbare oder unmittelbare Einbezug der Alltagskultur und die modische gewordene Transformation von Kunstprojekten in soziale Projekte, die unlängst der Regisseur Mark Ravenhill in seinem Theaterstück Pool (No Water) wunderbar persifliert hat, gelten als Ausweis der integrativen, sinnstiftenden und ethischen Kraft der Künste.
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FRÜCHTE DER KRISE
Was haben Benzingestank und Revolte miteinander zu tun und
warum es manchmal
schlecht ist keine Feinde zu haben.
von Hansjörg Fröhlich
Im 70er Jahre Roadmovie Vanishing Point (dt.: Fluchtpunkt San Francisco) wettet ein weißer Amerikaner namens Kowalski, einen weißen Dodge Challenger R/T unter Zuhilfenahme von rauen Mengen Speed, innerhalb von 15 Stunden von Denver nach San Francisco (ca. 1300 Landmeilen) zu überführen. Trotz Unterstützung des schwarzen Radio-DJs Super Soul, einiger Hippies und anderer Vertreter der damaligen amerikanischen Gegenkultur, erreicht der von Redneck-Bullen verfolgte Kowalski sein Ziel nicht, sondern fährt volle Kanne in eine Straßensperre.
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Ganze Sätze bitte!
Content follows Form, oder ist es andersherum? Beim Skypen ist das nie so recht entscheidbar. sonnendeck-Autorin Elsa Horstkötter hat sich nächtens an die Kiste gesetzt und mit Jörg Globas (jerkcui) und Bernhard Frey (BURN) vom Flammen Commando ins Content-Nirvana geskypt.
Heraus kam dabei eine beklemmend hypnotische Obduktion des Trivialen.
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BE A KILLER! FICK, PENG UND WEG!
DIE LETZTEN TULPEN IM BUND FÜR FÜNF EURO!
Die Menschheit im Zielkonflikt zwischen der Lust
am Untergang und der Flucht in Staatsanleihen
von Michael Reuter
Welcome to the Pleasuredome! Einfach nur geil! Der Ironman mit Steroid-Muskulatur und EPO-Turboblut trägt Armani und fühlt sich zu Unrecht verfolgt. Ich komme wieder. Reaganomics, Thatcherismus, Neoliberalismus, Geschwindigkeitsrausch und die stimulierende Wirkung der Gefahr.
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So finster der Humor
Mit Mario Barth wird es in der
intellektuellen Witzkiste zappenduster
von Elsa-Laura Horstkötter
Aufgrund der Tatsache, dass man mit Scheiße immer noch am meisten Geld macht und mich dieses Faktum geradezu magisch anzieht, habe ich mich nach einigen Überlegungen dazu durchgerungen, mir Mario Barths ersten Kinofilm „Männersache“ anzusehen. Zusammen mit dem oberlustigen Dieter Tappert alias Paul Panzer wurde hier ein Meisterwerk der Trivialität geschaffen.
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