Sonnendeck
–jeden Monat neu

POOL
Kein Stöpsel im Stahlbad
Wie die Kunst dem Badewasser Adornos
entstieg und sich modisch trocken rubbelte
von Jörg Scheller
Nach dem zweiten Weltkrieg dominierte der Kreis um den Kasseler documenta-Gründer Arnold Bode den Kunstdiskurs in Deutschland. Ziel der documenta-Macher war es, die avantgardistische Kunst, insbesondere die abstrakte, zu rehabilitieren, war diese doch unter den Nationalsozialisten marginalisiert oder gänzlich mundtot gemacht worden. Zwar besteht kein Zweifel, dass der von Bode diagnostizierte „Nachholbedarf“ in Deutschland tatsächlich existierte und dass kulturelle Abhilfe dringend notwendig war.
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Frühjahrsputz in den Galerien
Über die Dringlichkeit einer Bad Gallery
von Elsa-Laura Horstkötter
Wohin soll man nur mit dem ganzen Mist, der sich über die Jahre in den Konvoluten eines Galerienlagers ansammelt? Wohin mit all den falschen Versprechungen künstlerischer Freigeistigkeit, die sich in Arbeiten verstecken, wenn sich die Kacke einfach nicht verkaufen lässt. Was nutzen Galerist und Künstler die Gewissheit, dass das 180 auf 140 cm Werk zwar vor Genialität strotzt, aber ein Ladenhüter à la 0,1%-Fett-Milch ist.
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Außenansichten
Wohin steuert die Kunst? Ein Interview und drei
Statements zu aktuellen und zukünftigen Trends
Michael Reuter im Gespräch mit Kunstschaffenden
Für jeden Euro, den die Kunststiftung als Spende sammelt, erhält sie vom Land Baden-Württemberg noch einmal den gleichen Betrag als Komplementärmittel. Spüren Sie bereits Auswirkungen der Rezession auf die Spendenbereitschaft? – Nachdem 2007 und noch Anfang 2008 eine spürbare Aufbruchstimmung herrschte, haben wir im Moment durchaus eine schwierigere Situation …
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Was, wenn die Demokratie versagt?
Die neuen Superhelden des Kinos und ihre zweifelhaften Botschaften
von Manuel Kreitmeier
Normalerweise sind Comicverfilmungen harmlose Blockbusterware, die vor allem Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene begeistert und mit ihrer perfekten Mischung aus Action, Fantasy und Comicstrip unbeschwerte Kinounterhaltung garantiert. Das Erfolgsrezept des klassischen Identifikationskinos verfolgte lange Zeit auch Batman, neben Super- und Spiderman der langlebigste aller Kinosuperhelden. In den 60er Jahren als bonbonbunte und harmlose Fernsehserie mit beliebten Gaststars wie Vincent Price konzipiert, übernahm 1989 mit Tim Burton ein echter Comicfan und eigenständiger Regisseur die dankbare Aufgabe, Batman für die große Leinwand zu adaptieren.
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Zwischen Traum, Fantasie und kühler Berechnung
Fünf aktuelle Ausstellung in Stuttgart und Umgebung, besucht von Michael Reuter
Kunsthalle Karlsruhe:
Tony Cragg
Kunstmuseum Stuttgart:
Das Triptychon in der Moderne
Kunsthalle Tübingen:
Thomas Huber – rauten traurig
Bahnwärterhaus Esslingen: Sabine Holz und Jürgen Kleinmann, aka Barriolindo
WKV Stuttgart:
Teresa Hubbard / Alexander Birchler //
No Room to Answer – Projections
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