Sonnendeck – Kunstmagazin – jeden Monat neu


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Auf Hängen und Würgen
Egal, welches Regelwerk eine Gesellschaft sich gibt, letztendlich
gibt die Lobby den Ton an.
von Hansjörg Fröhlich


Netzwerk, Klüngel, Vorzimmer-Stuhlkreis, etc. alles Bezeichnungen für ein Phänomen, das die Fährnisse der menschlichen Gesellschaften wohl nachhaltiger prägt, als alle selbst verschriebenen Ideale und Ideologien, Konventionen und Rechtsvorschriften: die Zusammenrottung und Gruppenbildung Einzelner, zum Zwecke der Ausgrenzung Anderer. Treffen sich drei Deutsche, so sagt ein geläufiger Spruch, dann gründen sie einen Verein. Treffen sich drei Unternehmer, Politikhinterbänkler oder Imageberater, so könnte man hinzufügen, dann gründen sie ein Kartell.
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Was ist die Matrix?
Erfolg im Betriebssystem Kunst hat wenig mit Genie und viel
mit Kommunikation zu tun
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von Michael Reuter

Das klingt doch gut! „Das wichtigste im Kunstbetrieb sind die Künstler“, salbaderte der Leipziger Galerist Harry Lybke letzten Dezember auf einer Veranstaltung der Aka Stutt­gart. Unter den eurogepolsterten Fittichen des Kunsthändlers darf und soll der kreative Mensch ganz und ausschließlich seinem Werk verpflichtet sein.

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Die bewegende Geschichte einer Sannlung
Die Ausstellung entartet – zerstört – rekonstruiert im Burghof Museum in Lörrach
von Manuel Kreitmeier

Es ist die Geschichte einer Kunstsammlung und gleichzeitig die Geschichte dreier Menschen – durch Kunst und Leben verbunden, durch verbrecherische Politik auseinander gerissen. Dr. Walter Cohen, angesehener Düsseldorfer Museumsdirektor, Kunsthistoriker und leidenschaftlicher Privatsammler, hatte Kontakt zu allen wichtigen Künstlern des Expressionismus und trat als Vermittler und Förderer der neuen Avantgarde auf, was ihm mit Bildgeschenken von Otto Dix, Erich Heckel, Christian Rohlfs, Gabriele Münter, Emil Nolde und vielen anderen vergolten wurde.
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